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                    Kneipp

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist und umgekehrt. Sebastian Kneipp hat diese Erkenntnis schon vor 150 Jahren 'gepredigt' und sein Gesundheitskonzept auf fünf Säulen aufgebaut.

 

1. Wasser

"Ist das Wasser für den gesunden Menschen ein vorzügliches Mittel seine

Gesundheit und Kraft zu erhalten, so ist es auch das natürlichste und einfachste

Heilmittel." (Sebastian Kneipp)

 

Das kalte Armbad

Wirkung:

  • Stärkung der Abwehrkräfte

  • Förderung der Blutzirkulation in den Armen

  • Anregung des Stoffwechsels

  • Durchblutungsförderung für den Herzmuskel

  • Erfrischung bei Abgeschlagenheit und Müdigkeit

  • Schmerzlinderung bei Ellbogenbeschwerden

Durchführung:

  • Zu Beginn sollten die Arme warm sein!

  • Idealerweise am späten Vormittag oder frühen Nachmittag

  • Waschbecken mit kaltem Wasser (12 bis 18 Grad Celsius) füllen

  • Arme eintauchen, bis ein Kältegefühl spürbar wird (30 bis 40 Sekunden)

  • Ruhig weiteratmen - lächeln

  • Anschließend das Wasser sanft von den Armen abstreifen

  • Für Wiedererwärmung sorgen (Kleidung anziehen, bewegen)

Vorsicht:
Nicht mit kalten Händen ins kalte Wasser!

Geheimtipp:
Vor dem Abstreifen des Wassers an den Armen den Nacken sanft mit Wasser bestreichen. Das ist besonders erfrischend, denn hier liegt das Herz-Kreislauf- und Atemzentrum.

 

Das ansteigende Fußbad

Wirkung:

  • Hilfe bei Bronchitis und Halsentzündungen

  • Gegen Erkältungskrankheiten zu Beginn anzuwenden, also bei Niesen, Schnupfen, Frieren usw.

  • Günstige Beeinflussung bei asthmatischen Zuständen

  • Milderung bei den meisten rheumatischen Erkrankungen

  • Hilfe bei Gefäßkrämpfen

  • Reflektorische Wirkung auf die Unterleibsorgane

    Achtung: Nicht anwenden bei Venenerkrankungen!

Durchführung:

  • Beide Beine in ca. 35 Grad Celsius warmes Wasser (Fußwanne) tauchen und durch langsames Zulaufen von heißem Wasser (über 15 Minuten) auf 40 - 42 Grad Celsius erwärmen; noch weitere fünf Minuten im Wasser verweilen

  • Anschließend die Beine abtrocknen

20 Minuten Bettruhe genießen - dabei zur Entspannung die Beine etwas hochlagern

Geheimtipp:
Besonders zu empfehlen bei dieser Anwendung: Geben Sie etwas von Badezusätze gegen Erkältungmit ins Wasser. Suchen Sie sich einfach je nach Laune oder Bedarf die passenden Badekristalle aus.

 

Der Schenkelguss

Wirkung:

  • Entkrampfung und Lockerung der Beinmuskulatur

  • Hilfe bei Hüft- und Kniegelenksarthrosen

  • Hilfe bei entzündlichen Ischias- oder Rückenbeschwerden

  • Hilfe bei Krampfadern, Besenreisern und geschwollenen Beinen bzw. Lymphödemen

  • Strafft die Haut beim Abnehmen - vor allem bei Cellulite


Durchführung:

  • Nur bei warmen Füßen anwenden!

  • Beginnend am rechten Bein, den Waserstrahl außen aufwärts bis über den Beckenkamm (hier zwei bis drei Sekunden verweilen) und innen über die Leistenbeuge wieder abwärts führen.

  • Dann den Schenkelguss am linken Bein durchführen.

  • Zum Abschluss die rechte und die linke Fußsohle abgießen.

  • Für Wiedererwärmung sorgen.

    Vorsicht bei akuten Nieren- und Blasenentzündungen!

     

Empfehlung für Wasserscheue:
Die ersten Male sollte man diese Anwendung mit etwas temperiertem Wasser durchführen, das heißt die Wassertemperatur sollte bei ca. 19 bis 20 Grad Celsius liegen. Vor allem Wasserscheue sollten sich daran halten!


Bei jeder weiteren Anwendung können Sie dann die Wassertemperatur etwas reduzieren – so trainieren Sie Ihren Körper besonders gut und gewöhnen ihn besser an das kalte Wasser.

Später, wenn Sie schon ein « alter Hase » sind, können Sie dann das Wasser so wie es aus der Leitung kommt verwenden.

Über den Kaltreiz werden besonders die Gefäße trainiert und zusätzlich das Immunsystem gestärkt.

 

Der Knieguss

Wirkung:

  • Stärkung der Abwehrkräfte und Beckenorgane

  • Verstärkte Durchblutung der Haut und der Muskeln

  • Gefäßtraining für die Venen

  • Senkung des Blutdrucks

  • Ableitende Wirkung auf die inneren Organe

  • Beruhigungs- und Einschalfhilfe

Durchführung:

  • Nur bei warmen Füßen anwenden!

  • Beginnend am rechten Bein den Wasserstrahl außen aufwärts bis über die Kniekehle führen. Hier zwei bis drei Sekunden verweilen und dann innen abwärts führen. Dasselbe auf der Beinvorderseite bis über das Knie machen.

  • Den Knieguss am linken Bein durchführen

  • Zum Abschluss die rechte und die linke Fußsohle abgießen

  • Für Wiedererwärmung sorgen

    Vorsicht bei akuten Nieren- und Blasenentzündungen!

Das Barfußgehen (Tautreten / Schneegehen)

 

Wirkung:

  • Stärkung des Immunsystems (Abhärtung)

  • Reflektorische Stärkung der Unterleibsorgane

  • Hilfe bei Kopfschmerzen

  • Kräftigung der Fußmuskulatur

  • Venen- und Wadenmuskel-Pumpe

  • Abhilfe bei Fußschweiß

Durchführung:

  • Nach dem Aufstehen mit warmen Füßen zwei bis drei Minuten über taufrisches Gras (=> "Tautreten") bzw. 20 bis 30 Sekunden durch frisch gefallenen Schnee (=> "Schneegehen") gehen

  • Für Wiedererwärmung sorgen - nicht abtrocknen, sondern Socken anziehen und sich bewegen!

  • Tagsüber sooft wie möglich barfuß gehen, eventuell die Füße kurz in kaltes Wasser tauchen und, ohne sie abzutrocknen, einen "Zimmerspaziergang" machen

  • Möglichst im Sommer beginnen!

 

Der Armguss

Wirkung:

  • Stärkung des Immunsystems (Abhärtung)

  • Erfrischung und Belebung für den Körper

  • Hilfe bei Entzündungen, z.B. Sehnenscheiden, Ellenbogen, Schulter

  • Hilfe bei nervösen Herzstörungen, Herzmuskelschwäche

  • Hilfe bei Schwindelgefühl, Blutandrang im Gehirn und Katarrh (wegen der ableitenden Wirkung auf Kopf und Hals)

Durchführung:

  • Arm seitlich über die Badewanne hängen. An der rechten Hand außen beginnen, bis über die Schulter hoch gießen, etwas verweilen, innen zurückgehen

  • Dasselbe am linken Arm durchführen und das Ganze 1-3 Mal wiederholen

  • Für Gesunde kann als Reizsteigerung zusätzlich die Brust achterförmig umgossen werden

  • Nicht abtrocknen, Wasser nur abstreifen

  • Für Wiedererwärmung sorgen

Vorsicht:
Bei Angina pectoris, Brustenge und Asthma diese Anwendung nur nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem Arzt durchführen!

Das Vollbad

Grundsaetzlich ist ein Vollbad - gerade in der ungemütlichen Jahreszeit -ungefähr einmal in der Woche empfehlenswert.

Badedauer: 15-maximal 20 Minuten
Temperatur: 37- 38 Grad


Wichtig:

Zur Herz-Kreislaufstabilisation den ganzen Körper hinterher kurz kalt abwaschen oder kurz kalt abduschen!

Wassertreten

Wirkung:

  • kreislaufanregend

  • durchblutungsfördernd

  • venenkräftigend

  • stoffwechselanregend

  • abhärtend

  • vegetativ stabilisierend

Durchführung:

  • Füllen Sie die Badewanne oder eine Plastikwanne bis eine Handbreit unter die Kniekehle mit kaltem Leitungswasser.

  • Stellen Sie sich dann in das Wasser und schreiten Sie auf der Stelle. Bei jedem Schritt wird - wie im Storchengang - ein Bein komplett aus dem Wasser herausgezogen und dabei die Fussspitze etwas nach unten gebeugt. Hören Sie auf, sobald der Kaltreiz zu stark wird.

  • Nach dem Wassertreten streift man das Wasser mit den Händen von den Beinen und erzeugt durch Fussgymnastik oder Gehen ein angenehmes Wärmegefühl.

 

Zu empfehlen als Muntermacher, bei Krampfadern, heißen Beinen und Migräne.

2. Heilpflanzen

"Alles, was wir brauchen, um gesund zu bleiben hat uns die Natur reichlich

geschenkt.“ (Sebastian Kneipp)

 

Die Kraft der Gewürz- und Heilkräuter:

Die Urvölker hatten und haben ihre eigenen Kräuterfrauen, Schamaninnen und Medizinmänner, die sich mit der Wirkung von Pflanzen befassen. Die Heilkräutergärten der Klöster gelten als legendär. Im Mittelalter widmete man sich geradezu akribisch der Pflanzenheilkunde. Zunehmend unterschied man zwischen Würz- und Heilkräutern, und um viele von ihnen ranken sich Geheimnisse und Geschichten. So wurde die Ringelblume schon früh bei Hautproblemen angewendet. Die Römer hingegen gebrauchten sie als Safranersatz zum Würzen von Omeletten und Suppen. Die alten Griechen entdeckten, dass Rosmarin den Kreislauf stabilisiert.

 

Düfte, Aromen und Bäder:

Wacholder, wilder Fenchel, Knoblauch oder Kardamom wurden schon in der Antike verwendet. Aber nicht nur in der Heilkunde. Wacholder galt und gilt als Lebensbaum und Symbol für die Fruchtbarkeit. Knoblauch war wohl eines der ersten Anti-Aging-Mittel der Welt. Ihm sagt man in vielen Ländern auch eine Wirkung als Aphrodisiakum nach. Was zeigt, dass Kräuter und Pflanzen einst wie heute zweierlei zum Ziel haben: Gesundheit und körperliches Wohlbefinden. Die aktuelle Liebe zu Kräutern geht vor allem durch die Nase. Duftender Lavendel findet sich in Kosmetika wie in Parfums, im Bad und als Pflegeprodukt. Die Wirkstoffe der Aloe Vera, einst u.a. von den Indianern als „Wundkaktus“ entdeckt, dienen vor allem der Förderung einer gepflegten, entspannten Haut.

 

3.Bewegung

"Die Bewegung erhöht die Lebenslust und hilft dem Menschen durch die Stärkung seines Körpers."

(Sebastian Kneipp)

 

Wer die Bewegungstherapie im Kneippschen Sinne anwenden möchte, muss kein Athlet sein. Auch in den Alltag integrierte Bewegung und gemäßigte Sportarten steigern das Wohlbefinden nachhaltig und stärken dabei die Körperkräfte.

Zu Lebzeiten Sebastian Kneipps gingen die Menschen tagsüber meist einer schweren körperlichen Arbeit nach. Abends waren sie dann müde und hatten kein Bedürfnis mehr nach körperlicher Bewegung.

 

Dennoch spielt die Bewegung in der Kneippschen Lehre eine tragende Rolle. „Wenn eine Maschine lange der Witterung ausgesetzt ist und nicht verwandt wird, so wird sie bald ihre Dienste versagen, sie wird zuletzt gebrechlich werden und zerfallen, ohne dass man sie gebrauchen kann. Gerade so ergeht es dem Körper“, sagt Kneipp und verordnet in seinen Schriften beispielsweise regelmäßiges Holzhacken und Dreschen.

Im Unterschied zum 19. Jahrhundert üben heute viele Menschen eine sitzende Tätigkeit aus, selbst kurze Strecken werden mit dem Auto zurückgelegt und die Freizeit verbringen wir oft bewegungsarm vor dem Fernseher. Der von Kneipp empfohlene harmonische Ausgleich zwischen körperlicher und geistiger Bewegung ist daher heute aktueller denn je.

 

Den Alltag beweglich gestalten

Bewegung lässt sich ohne großen Aufwand mühelos in den Alltag integrieren.

 

  • Nehmen Sie nicht den Fahrstuhl sondern die Treppe

  • Lassen Sie das Auto auch mal stehen und fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit oder gehen Sie zu Fuß

    Schon diese einfach zu integrierenden Tätigkeiten regen den Kreislauf an, stärken das Immunsystem und wirken sich positiv auf jedes strapazierte Nervenkostüm aus.


 

Sanft aber regelmäßig:
Wer Gesundheit und Wohlbefinden erlangen und nachhaltig steigern will, der sollte das folgende Kneippsche Prinzip stets beherzigen: „Alles zu seiner Zeit und alles im rechten Maß“.

Es müssen daher keine Spitzenleistungen sein, die dem Körper abgerungen werden. Auch von einem allzu ehrgeizigen und einseitigen Training im Fitness-Studio, das nur dazu dient, etwa den Bizeps aufzubauen oder die Bauchmuskeln zu straffen, würde Kneipp eher abrate.

Besonders gut für die Gesundheit sind hingegen Ausdauer-Sportarten wie Schwimmen, Walken, Joggen oder Ballspielen, weil sie den Körper gleichmäßig beanspruchen. Am besten 2 - 3 Mal in der Woche.


 

Viel Bewegung an der frischen Luft:
Heute sind immer mehr Menschen auf der Suche nach den einfachen Dingen. Der Lebensstil von Kneipp ist natürlich und zeitlos. In seinem ganzheitlichen Denken sind es die sanften Reize, die Starkes bewirken. Wie beispielsweise ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft. Auch Radfahren oder Walken verbinden das Erlebnis der Natur auf einfache und harmonische Weise mit der Bewegung. Dabei spielt Alter und körperliche Voraussetzung kaum eine Rolle - es sind Aktivitäten, die von jedermann und überall ausgeübt werden können.

Hauptsache, es macht Spaß:
Es gibt keine strengen Ge- oder Verbote. „Was der Psyche gut tut, kann dem Körper nicht schaden“, so der Menschenfreund Sebastian Kneipp.
Aller Sport bringt nur wenig, wenn man sich dazu zwingen muss. Was hilft es, wenn Schwimmen zwar gesund ist, aber schon der Gedanke an kaltes Wasser Gänsehaut macht. Nicht jede Sportart ist für jeden gleich geeignet. Es kommt ganz auf die individuellen Voraussetzungen an. Wichtig ist, die eigene Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen, das sinnvolle Maß einzuhalten und dabei Vergnügen zu empfinden.

 

4. Ernährung

"Lasst das Natürliche so natürlich wie möglich. Die Zubereitung der Speisen soll

einfach und ungekünstelt sein. Je näher sie dem Zustande kommen, in welchem sie 

von der Natur geboten werden, desto gesünder sind sie." (Sebastian Kneipp)

 

Eine ausgewogene Ernährung bildet den Grundstein für ein gesundes und aktives Leben. Dabei geht es nicht um Diäten und Ernährungspläne. Denn nach Kneipp zu essen, bedeutet bewusst zu essen. Aber nicht asketisch. Denn Genuss und das Wohlfühlen im eigenen Körper stehen an oberster Stelle.Nach Kneipp zu leben, heißt nicht unbedingt gertenschlank zu sein. Es ist jedoch die beste Basis für ein schlankes Wohlfühlgewicht – und um dieses auf Dauer zu halten.

 

Auch der Pfarrer selbst war kein Asket – im Gegenteil. Seinem ganzheitlichen Ansatz folgend, ging es ihm nicht um strenge Diäten, um Gebote und Verbote, sondern um den ausgewogenen Genuss von gehaltvollen und möglichst fettarmen Lebensmitteln. Die von Kneipp gelobte "einfache, nahrhafte Kost" steht somit in perfektem Einklang mit den heutigen Erkenntnissen der modernen Ernährungslehre. Sie empfiehlt sich eine vollwertige Mischkost mit viel Obst, Gemüse, Getreide- und Milchprodukten nach dem Motto "Mehr von der Pflanze, weniger vom Tier".

 

Ernährungsumstellung führt zum Erfolg:

Wer gesund leben und sich in seinem Körper wohl fühlen möchte, braucht keine Diät, sondern sollte seine Ernährung Schritt für Schritt umstellen auf eine fettreduzierte, ausgewogene Kost, verbunden mit viel Bewegung.

Reichlich Gemüse und Obst:
Knackiges Obst und Gemüse machen nicht nur satt, sie schmecken auch hervorragend. Keine anderen Lebensmittel enthalten so wenig Kalorien und gleichzeitig so viele bioaktive Inhaltstoffe. Gleichzeitig sind sie erstklassige Lieferanten von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Wer über seine Ernährung zu wenig dieser lebenswichtigen Substanzen zu sich nimmt, sollte dies durch sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen.



Fette nur sparsam verwenden und auf gute Qualität achten:
Die Mittelmeerbewohner machen es vor - sie verwenden nur hochwertige Pflanzenöle, die dem Körper essentielle Fettsäuren und fettlösliche Vitamine zur Verfügung stellen.



Grundsätzlich gilt jedoch: Fette nur sparsam verwenden, denn ein Gramm Fett hat doppelt soviel Kalorien wie ein Gramm Kohlenhydrate oder ein Gramm Eiweiß. Besonders tückisch sind die „versteckten“ Fette, die zum Beispiel in Chips und Schokolade, aber auch in Wurst, Käse und fettreichen Saucen stecken.

Öfter Vollkornprodukte essen:
Umsteigen vom Weißbrot auf Vollkornbrote! Auch Müsli, Vollkornreis, Hirse und Dinkel sind wunderbare Bestandteile einer vollwertigen Ernährung. Sie sättigen viel besser als Produkte aus Weißmehl und liefern dem Körper gleichzeitig wertvolle Nähr- und Ballaststoffe.


Weniger tierische Lebensmittel:

Im Rahmen einer gesunden Ernährung sollte man hin und wieder auf Fleisch, Wurst und fettreiche Milchprodukte verzichten. Eine sehr gute Alternative und gleichzeitig nahrhafte Eiweißlieferanten sind Sojaprodukte und vor allem viel Fisch.


Reichlich trinken:
Zwei Liter Flüssigkeit sollte man am Tag mindestens zu sich nehmen, vorzugsweise Mineralwasser und Kräuter- oder Früchtetee.Große Mengen zu trinken fällt vielen Menschen schwer, aber mit einigen kleinen Tricks kann man sich selber überlisten:

  • Getränke mit wenig oder ohne Kohlensäure lassen sich leichter trinken

  • Eine Kanne köstlichen Tees sollte man immer griffbereit vor sich stehen haben



Frischkosttage einlegen:
Empfehlenswert sind regelmäßige Frischkosttage, an denen man ausschließlich frische Nahrung wie Obst, Gemüse und Salate zu sich nimmt. Frischkost schmeckt köstlich, macht satt und enthält reichlich gesundheitsfördernde Stoffe.

 

 

5. Lebensordnung

"Kaum ein Umstand kann schädlicher auf die Gesundheit wirken als die

Lebensweise unserer Tage. Es muss ein

Ausgleich gefunden werden, um die

überanstrengten Nerven zu stärken; ihre Kraft zu erhalten; es muss ein

Gleichgewicht hergestellt werden." (Sebastian Kneipp)

 

Die Ausgewogenheit allen Tuns – Grundlage für ein gesundes, aktives und zufriedenes Leben. Wasser, Pflanzen, Bewegung und Ernährung – jedes dieser Elemente leistet seinen ganz individuellen Beitrag für Gesundheit und Lebensfreude. Und doch ist es nach Sebastian Kneipp das Zusammenspiel aller vier Elemente, das Körper und Geist in Balance hält.



 

Kern der Kneippschen Philosophie ist ihr ganzheitlicher Ansatz: Durch die Hinwendung zum eigenen Körper und eine ausgeglichene Lebensweise mit intensiven Ruhephasen entstehen positive Wechselwirkungen von Körper und Psyche. Gerade in der heutigen Zeit, die geprägt ist von Schnelllebigkeit, Leistungsdruck und Informationsflut, scheint die Kneippsche Lehre deshalb aktueller denn je. Denn wer den Alltag bewältigen will, der braucht Möglichkeiten des Rückzugs, um zu reflektieren, zu entspannen und neue Vitalkräfte zu tanken: kurz um Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen.

Nur wer sich regelmäßig die Zeit nimmt, abzuschalten, tief zu entspannen und mit allen Sinnen zu genießen, kann den harmonischen Lebensrhythmus finden, den Kneipp vor mehr als 100 Jahren als das "Prinzip der Lebensordnung" bezeichnet hat.

 

  • Raum und Zeit für Rückzugsmöglichkeiten schaffen

  • Angenehme Atmosphäre in den Gruppenräumen schaffen

  • Verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur und deren Lebewesen

  • Zeit schaffen um Erlebtes zu erzählen und zu zuhören

  • Ermuntern, anregen und fördern zur Selbstständigkeit

     

Mit Kindern: 

  • Massagen durchführen (z.B. Eigenmassage, Partnermassage)

  • Erzählrunden im Kreis über Erlebtes der Woche

  • Geschichten erzählen und erfinden lassen

  • feste Rituale anbieten

  • freies Spiel anbieten

  • kreativ werden mit unterschiedlichen Naturmaterialien

  • freie Angebote zur Musik anbieten